Zeitzeugengespräche

Am 05.03.2020 führten Dr. Franz Seidel und Dr. Kurt Scholze vom Verein Brücke nach Osten e. V. ein Zeitzeugengespräch mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse 13 des Wirtschaftsgymnasiums der Kaufmännischen Schule Schwäbisch Gmünd. Auf eine beeindruckende und herzzerreißende Weise berichteten die beiden authentischen Zeitzeugen von der Vertreibung der deutschsprachigen Menschen aus Tschechien Ende des 2. Weltkrieges, welche sie selbst erlebt haben.

Die Ursache hierfür waren die Beschlüsse der Potsdamer Konferenz 1945, weswegen die Deutschen aus dem östlichen Europa gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen und nach Deutschland umzusiedeln.

Im Rahmen der Lehrplaneinheit „Zukunft“ im Fach Evangelische Religionslehre am Beruflichen Gymnasiums, haben sich die Schülerinnen und Schüler mit Zukunftsvorstellungen, Utopien und ihrem eigenen Beitrag zur Zukunftsgestaltung auseinandergesetzt. Damit einhergehend sollte auch eine Reflexion über den Zusammenhang von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stattfinden.

Dr. Seidel sprach von einer Utopie, zu denken und zu glauben, dass alle Deutschen dorthin gehören, wo Deutschland ist. Das geschichtliche Wissen ist von enormer Bedeutung, damit diese Fehler der Vergangenheit sich nicht noch einmal wiederholen. Seiner Ansicht nach ist es schwer, die Zukunft zu gestalten, ohne die Geschichte zu kennen. Dr. Scholze knüpfte daran an mit den Worten: „Die schlimmen Dinge, die wir erlebt haben, dürfen sich nicht wiederholen.“ Diese Grundgedanken trägt auch die Vereinsarbeit weiter. “Das Ziel ist der Frieden und ein friedliches Europa.“, so Dr. Seidel. Die Redner appellierten an die Schüler, sie sollen die Brücke nach Osten aufbauen und einander kennenlernen, denn „Es lohnt sich in die Fremde zu gehen, aufeinader zuzugehen und etwas anzupacken!“, so Dr. Seidel.