Warte nicht auf andere, mache selbst den ersten Schritt

Seminarkurslehrerinnen Rosa Ramos und Claudia Wildner, Matthias Berg, Schulleiterin Karin Wagner

Motivierender Vortrag von Matthias Berg am Wirtschaftsgymnasium

Er war zeitgleich Jura- und Musikstudent und sehr erfolgreicher Sportler. Als Mitglied in zwei Sportnationalteams gewann er 27 Medaillen bei den Sommer- sowie Winterparalympics und schloss zwei Studiengänge ab. Matthias Berg sprach auf Einladung von Carla Schermann, Teilnehmerin des Seminarkurses des Wirtschaftsgymnasiums zum Thema „Diskriminierung im Wirtschaftsleben“.

„Wie haben Sie das alles gleichzeitig geschafft?“ wurde Matthias Berg von Schülern der Jahrgangsstufe 1 des Wirtschaftsgymnasiums gefragt. „Ich habe mir Ziele gesetzt – ich wollte aufs Treppchen und ich wollte Konzerte spielen. Beides erzeugt ein wunderbares Gefühl“, antwortete Matthias Berg, „und dann habe ich mir einen Plan gemacht“. Als bei ihm die Erkenntnis reifte, dass er nur gut sein werde, wenn er mit dem Kopf ganz bei der Sache ist und nicht schon bei der nächsten anstehenden Aufgabe, sei es bei ihm steil bergauf gegangen. An seinen Aufgabenplan habe er sich strikt gehalten, abends konnte ich dann beruhigt ins Kino gehen oder mit Freunden feiern.

„Tu es jetzt und konzentriert – alles was du aufschiebst belastet dich“, war einer der Tipps an die Schüler. Des Weiteren empfahl er ihnen, sich zu überlegen, welches Ziel sie für ihre Zukunft anstreben, wo ihre Fähigkeiten und Begabungen liegen um dann aktiv an der Erreichung des Ziels zu arbeiten. „Warte nicht bis andere auf dich zukommen, werde selbst aktiv“. Alle diese Erkenntnisse hat Matthias Berg aus eigenen Erlebnissen unter anderem im Umgang mit seiner Contergan-Behinderung gewonnen.

Inklusion ist in anderen Ländern viel weiter vorangeschritten als in Deutschland, obwohl sich auch hier in den letzten Jahren vieles zum Besseren verändert hat, so die Meinung des Referenten.

Carla Schermann hatte im Rahmen ihrer Seminarkursarbeit viele Fragen an Herrn Berg, die er – ebenso wie die vielen weiteren Fragen der anwesenden Schüler – mit großer Offenheit beantwortete. Ein begeisternder Vortrag, dem alle Schüler hochkonzentriert folgten.