Schüler des Wirtschaftsgymnasiums gewinnen Preise

Vor genau 60 Jahren, am 6. März 1957, wurde der Schülerwettbewerb des Landtags ins Leben gerufen. Während im ersten Jahr gerade einmal 554 Schülerinnen und Schüler teilnahmen, machen mittlerweile alljährlich zwischen 3 000 und 4 000 Jugendliche mit. Damit ist der Schülerwettbewerb zu einer echten Erfolgsgeschichte geworden und fest im Land verankert. Die Oberstufenklasse 12/2 gehört zu den Teilnehmern.

Welche Ungerechtigkeiten finde ich unerträglich? Unsere Welt erstickt im Plastik. Wie können wir unsere Lebensgewohnheiten umstellen, um auf Plastik weitgehend zu verzichten? Welche politische Frage stellst du dir selbst? Welches aktuelle Problem brennt dir am meisten auf den Nägeln?
 
Diese Themen waren die Aufgabengebiete, die sich die Schüler der Klasse 12/2 des Wirtschaftsgymnasiums stellten, als sie sich zum Wettbewerb des Landtags Baden-Württemberg anmeldeten. Die Fragen ließen den Schülern viel Raum, um ihre eigenen, ganz konkreten Anliegen bearbeiten zu können. Schwerpunkt der Arbeiten war die Auseinandersetzung mit dem Flüchtlingsthema.
 
Ausgangspunkte war die Erörterung, der klassische Schulaufsatz, gefolgt von der Facharbeit. Die aufgezeigten Wege aus dem Wohlstandsmüll Plastik machten sehr deutlich, dass es der Schülerin wichtig ist, das Problem zu lösen. Einige Schüler  nutzten die Reportage, um anschaulich und sehr persönlich ihr Thema ausdrücken zu können. So schrieb ein Schüler sehr berührend über den Kontakt seiner Familie mit Flüchtlingen. In einer Rede sprach sich eine Schülerin nachdrücklich für veganes Leben aus. Die Kurzgeschichte als fiktionaler Text thematisierte ein erfundenes Flüchtlingsdrama auf dem Mittelmeer, aktuelle Bezüge blieben nicht aus. Eine besondere Ausdrucksform wählte ein Schüler: Er schuf einen Filmclip.
 
Die Wettbewerbsarbeiten machten den Schülern deutlich, dass die Ansprüche hoch sind. Vor allem wurde deutlich, dass Qualität gefordert ist, denn nicht der Lehrer korrigiert die Arbeiten, sondern sie gehen raus aus der Schule. Die vielen Zweit- und Drittplatzierten machen deutlich, dass die Schüler sich dessen bewusst waren.
 
Die Zweitpreisträger erhielten das Buch „Bionik – Hightech aus der Natur“, die Drittpreisträger das Buch „Human“. Die Schulleiterin, Frau Wagner gratulierte den Schülerinnen und Schülern und überreichte im Beisein des Fachlehrers Rudolf Lachenmaier die Bücher und Urkunden.