Schüler der Berufsfachschule der Kaufmännischen Schule Schwäbisch Gmünd besuchen die KZ-Gedenkstätte in Dachau

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Geschichte greifbar machen – das war das Ziel der Exkursion in die KZ-Gedenkstätte in Dachau.

 
Natürlich kann man in einem „normalen“ Geschichtsunterricht vieles über die Vergangenheit erfahren, die Beweggründe für menschliches Handeln hinterfragen und auch dessen Ausmaße beispielsweise anhand von Statistiken auswerten. Doch tatsächlich am Ort des Geschehens zu stehen, das ist schon etwas anderes, die Geschichte wird auf einmal zur Realität. Der Besuch in der Gedenkstätte, der von den GGK-Lehrern Peter Stocker, Sasa Stanimirovic und Hannes Lakner begleitet wurde, verfehlte diese historische Erfahrung nicht.
 
In Halbtagesseminaren bekamen die drei Klassen 2/1, 2/2 und 2/3 der Berufsfachschule einen tiefen Einblick in das System der Konzentrationslager in Nazi-Deutschland. Neben der Arbeit an Bildern, Videoaufnahmen und Textdokumenten sorgte vor allem der Rundgang über das riesige Gelände für Erstaunen. Wissend, dass in diesem Bereich offiziell knapp 45 000 Menschen ihr Leben verloren, überkam die Schülerinnen und Schüler vor allem vor den Öfen der Krematorien und in den Strafbunkern ein mulmiges Gefühl. Auch in einer der authentischen Gaskammer zu stehen, die in Dachau zwar nicht in Betrieb gewesen ist, die es allerdings vielzählig in dieser Form in ganz Europa gab, machte das Konstrukt der Geschichte greifbar.
 
In der Nachbereitung stieß die Exkursion auf äußerst positives Feedback, sodass es sicherlich nicht der letzte Besuch von Schülern der Kaufmännischen Schule in einer KZ-Gedenkstätte gewesen sein wird.