Kredite statt Spenden

Helmut Götz, Vorstandsmitglied und Schatzmeister des Oikocredit Förderkreises Baden-Württemberg e. V. stellte den Schülerinnen und Schülern der Klasse 13 am Wirtschaftsgymnasium der Kaufmännischen Schule Schwäbisch Gmünd, Oikocredit vor.

Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ engagiert sich Oikocredit als eine international tätige Genossenschaft in der Entwicklungsförderung durch Kreditvergabe an Mikrofinanzinstitutionen, die wiederum Kredite bereits in Höhe von 50 $, an Menschen und Unternehmen in den Entwicklungsländern vergeben. Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten des Wirtschaftsgymnasiums lernten die soziale Geldanlage in Form von fairen Krediten oder Beteiligungen durch Oikocredit sowie die Zielsetzung der Institution zur Förderung von globaler Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung kennen. Im Rahmen der Lehrplaneinheit „Soziale Gerechtigkeit“ im Fach evangelische und katholische Religionsehre am beruflichen Gymnasium haben sich die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums der Klasse 13 mit Konsequenzen für soziales Handeln heute an einem konkreten Beispiel auseinandergesetzt.

Das Kennenlernen von Oikocredit ermöglichte eine Vernetzung von wirtschaftswissenschaftlichen sowie theologisch-ethischen Inhalten und eine damit einhergehende Sensibilisierung im zwischenmenschlichen Umgang in einer rein profitorientierten Leistungsgesellschaft.

Auf die Frage, warum Oikocredit nicht mit Spenden arbeitet, antwortete Helmut Götz mit dem Zitat von Harriet Mylanti, der Geschäftsführerin des Mikrofinanzinstituts in Kampla, Uganda: „Arme Leute wollen keine Geschenke. Sie wollen eine Chance.“.