Es wird pink an der KSGD – Wirtschaftsgymnasium erhält Zuschlag für das Erasmus+ Projekt „The Color Pink – Color of Diversity“

Pink – die Farbe, die in unserer Gesellschaft seit jeher dem weiblichen Geschlecht zugeordnet wurde und wird. Im zwanzigsten Jahrhundert wurden die mit der Farbe Pink verbunden Attribute auch auf andere soziale Gruppen transportiert. Dies war vor allem in Bezug auf sexuelle Andersartigkeit „erfolgreich“.

Die Projektleitung bestehend aus Claudia Wildner und Rosa Ramos Ruiz hat sich zum Ziel gesetzt, Schülerinnen und Schülern mit der Arbeit an einem internationalen Projekt die facettenreichen Formen von Diskriminierung und Unterdrückung in Politik, Geschichte, Wirtschaft und Gesellschaft aufzuzeigen, im eigenen Land zu analysieren und kulturell verwurzelte Stereotype in einen internationalen Vergleich zu stellen. In den Fokus rücken dabei neben Frauen auch Menschen, die in der Geschlechtsidentität von der gesellschaftlich verbreiteten heterosexuellen Form abweichen, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten und auch Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft, Sexualität oder Religion Formen der Ausgrenzung erfahren. Claudia Wildner und Rosa Ramos Ruiz setzen jedenfalls große Hoffnungen in das Projekt: „Vielleicht gelingt es uns ja mit unseren Partnerschulen eine Art internationalen Verhaltenskodex im Umgang mit Diskriminierung abzuleiten und damit einen kleinen Beitrag hin zu einer offenen Gesellschaft zu leisten.“

„Wir freuen uns sehr über die Zusage und die finanzielle Förderung seitens des Programms Erasmus+ der Europäischen Union. Organisatorisch ist das aber natürlich eine große Aufgabe, zumal parallel auch ein zweites Erasmus+ Projekt an unserer Berufsschule läuft“, so Sasa Stanimirovic. Der Koordinator für Auslandsbeziehungen und Erasmus+ Projekte an der Kaufmännischen Schule wird das Team ebenso unterstützen wie Martina Mühlhäuser. Die Schule wird nämlich in der strategischen Partnerschaft mit vier weiteren Schulen aus Lettland, Rumänien, Italien und Spanien den arbeitsreichen Part der koordinierenden Schule einnehmen. Innerhalb der nächsten beiden Jahre stehen dabei insgesamt fünf transnationale Treffen an allen beteiligten Schulen an. Den Startschuss bildet eine Kick-off Veranstaltung in Schwäbisch Gmünd im Dezember, bei der 28 ausländische Schüler und Schülerinnen sowie 8 Lehrkräfte die Kaufmännische Schule besuchen werden.